Unsere Veranstaltungen im Sommer 2026


Foto: Kleiber
Foto: Georg Krohne

Samstag, 25.April 2026

Vogelkundlicher Frühlingsspaziergang entlang der Kürnach

Exkursion

Dr. Georg Krohne und Dr. Ursula Rdest
NWV Würzburg e.V.

Vogelkundlicher Frühlingsspaziergang entlang der Kürnach

Die Kürnach in Würzburg Lengfeld ist gesäumt von alten Bäumen, Gebüsch, Kleingärten und umgeben von Wiesen und Feldern. An der Ostgrenze von Würzburg-Lengfeld fließt sie entlang eines kleinen Auwaldes. Diese sehr abwechslungsreich strukturierte Landschaft ist Lebensraum vieler Vögel. Hier leben Meisen- und Drosselarten, Buchfink, Zaunkönig, Zilpzalp, Mönchsgrasmücke, Rotkehlchen, Nachtigall und Höhlenbrüter wie Star, Kleiber, Gartenbaumläufer, Grün- und Buntspecht. Mit etwas Glück sehen wir diese Vogelarten und hören ihre Rufe und Gesänge.

Treffpunkt: Parkplatz an der Kürnachtalhalle in Lengfeld, 8.00 Uhr, Dauer ca. 2 Std.
Unkostenbeitrag 3 Euro. Mitglieder, Schüler, Azubis und Studierende haben freien Eintritt.

Foto: Zwergfledermaus
Foto: Klaus Wenger

Mittwoch, 13. Mai 2026

Würzburger Bat Night

Ausflugsbeobachtung

Claudia Bolte, Dr. Wolfgang Otremba
Klaus Wenger

AK Fledermaus im NWV Würzburg e.V.

Würzburger Bat Night

Der Kanaltunnel St. Burkard hat sich seit 2010 zu einem bedeutenden Winterquartier für Fledermäuse entwickelt. Besonders Zwergfledermäuse suchen den Ort schon am Ende das Sommers auf. Schwarmverhalten bereitet die Reproduktion im Herbst vor (Heiratsmarkt). Nachdem die spaltenarmen Tunnelwände 2023 mit Fledermaus-Quartiersteinen aufgewertet wurden, hat sich die Zahl der im Winterquartier sichtbaren Tiere von 46 Tieren (2023) auf 174 (2026) vervielfacht!

Wir stellen anhand der Tafeln des Lehrpfades die Lebensweise der Fledermäuse vor. In der Dämmerung verlassen die ersten Tiere den Kanaltunnel und jagen über dem Teich der Parkanlage. Die Ultraschallrufe der Tiere werden mit Detektoren hörbar gemacht.

Treffpunkt: Fledermauslehrpfad Burkarder See, Mergentheimer Straße 4, 21.00 Uhr
Unkostenbeitrag 3 Euro. Mitglieder, Schüler, Azubis und Studierende haben freien Eintritt.

Foto: Gottesanbeterin
Foto: Christoph Bosch

Freitag, 29. Mai 2026

Die Gottesanbeterin – oder: wie der Klimawandel die heimische Natur verändert

Vortrag

Dr. Steffen Scharrer
BUND Naturschutz, Kreisgruppe Miltenberg

Die Gottesanbeterin – oder: wie der Klimawandel die heimische Natur verändert

Der Klimawandel ist längst auch bei uns angekommen – sichtbar, spürbar und messbar. Er verändert nicht nur das Wetter, sondern auch die Lebensräume vor unserer Haustür. Steigende Temperaturen, längere Trockenperioden und Verschiebungen in den Jahreszeiten wirken sich auf die Tierwelt aus, die hier lebt. Manche Arten geraten unter Druck, andere profitieren – und einige, wie die Gottesanbeterin, tauchen plötzlich als faszinierende „Neubürgerin“ in unserer Region auf. Am Untermain breitet sich diese wärmeliebende Insektenart inzwischen stark aus und steht beispielhaft für die Veränderungen, die wir derzeit in der Natur beobachten können. Der Vortrag beleuchtet, wie sich Flora und Fauna auf den Klimawandel einstellen, welche neuen Arten zuwandern, welche angestammten gefährdet sind – und was wir tun können, um unsere Streuobstwiesen als vielfältige Lebensräume zu erhalten.

19.30 Uhr, Umweltstation der Stadt Würzburg, Nigglweg 5
Unkostenbeitrag 3 Euro. Mitglieder, Schüler, Azubis und Studierende haben freien Eintritt.

Foto: Nachtfalter
Foto: Dieter Mahsberg

Dienstag, 9. Juni 2026

Voller Durchblick bei Sternenlicht - Wie Insekten sich nachts orientieren

Vortrag

Prof. Dr. Anja Stöckl
Juniorprofessorin für Neuroethologie, Universität Konstanz


Eine Kooperation des Schelling-Forums der Bayer. Akademie der Wissenschaften
mit der Umweltstation der Stadt Würzburg
und dem Naturwissenschaftlichen Verein Würzburg e.V.

Voller Durchblick bei Sternenlicht - Wie Insekten sich nachts orientieren

Das menschliche Sehvermögen kommt nachts schnell an seine Grenzen. Viele nachtaktive Insekten dagegen schwirren auch bei Sternenlicht noch auf der Suche nach Nahrung, Partnern oder auf dem Rückweg zu ihrem Nest durchs Unterholz. Dabei nutzen sie eine Reihe von Sinnesmodalitäten, zum Beispiel ihren Geruchsinn, ihren Tastsinn und auch ihr Gehör, wenn sie eines besitzen. Manche Insekten verlassen sich erstaunlicherweise selbst bei schwacher Sehkraft und bei geringsten Lichtintensitäten auf ihr Sehvermögen. Andere können sogar bei Sternenlicht noch Farben sehen und einige Mistkäfer nutzen das Polarisationsmuster des Mondes, das für uns gänzlich unsichtbar ist. Wie ist das möglich? Diesen so spannenden Phänomenen geht die in Konstanz lehrende Biologin Prof. Dr. Anna Stöckl in ihrem Vortrag nach. Anschließend kommt sie mit dem Würzburger Zoologen Dr. Dieter Mahsberg ins Gespräch – sehr gerne auch mit Ihnen!

18.00 Uhr, Umweltstation der Stadt Würzburg, Nigglweg 5
Freier Eintritt, um Spenden wird gebeten

Foto: Magerrasen
Foto: Peter Mühleck

Samstag, 20. Juni 2026

Naturkundliche Wanderung in einem Nebental der Tauber: Von Laudenbach nach Wermutshausen

Exkursion

Peter Mühleck
Naturschutzgruppe Taubergrund e. V.

Naturkundliche Wanderung im Ebersbronner Nebental der Tauber

Das Ebertsbronner Tal ist ein Seitental des Vorbaches, der bei Weikersheim in die Tauber mündet. Es ist landschaftlich reich strukturiert (FFH-Gebiet mit Bachlauf und angrenzenden Mähwiesen bzw. Viehweiden, steinreiche Äcker, Weinbergsparzellen und Steinriegel, Heckenbänder, Aufforstungen, Triften an den Hängen). Peter Mühleck von der Naturschutzgruppe Taubergrund führt dabei schwerpunktmäßig durch das flächenhafte Naturdenkmal „Ackerberg / Ameisloh“, das aus einem Komplex an ehemaligen Schafweiden bzw. Wacholderheiden besteht. Im Juni entfaltet sich hier eine artenreiche Magerwiesenflora. Beobachten kann man folglich auch zahlreiche typische Schmetterlingsarten, mit etwas Glück sind aber auch noch charakteristische Vögel wie der Baumpieper, die Turteltaube oder der Wendehals zu hören. Auf dem Tauberschwarz-Wanderweg geht es weiter talaufwärts, sozusagen auf den Spuren Eduard Mörikes, der regelmäßig in Wermutshausen seinen Urfreund Hartlaub besuchte. Wir kehren dort in der „Krone“ ein. Der Rückweg im Tal kann zu Fuß oder über Fahrgemeinschaften bewältigt werden. Die einfache Wegstrecke beträgt etwa 5 km.

Treffpunkt Würzburg: Nordwestl. Ecke des Dallenberg-Parkplatzes, 9.00 Uhr (Bildung von Fahrgemeinschaften), (Landkarte)
Treffpunkt vor Ort: Schützenhaus Laudenbach, Hofberg 3, 10.00 Uhr (Landkarte)
Unkostenbeitrag 3 Euro. Mitglieder, Schüler, Azubis und Studierende haben freien Eintritt.

Foto: Ceratit
Foto: Klaus Wenger

Freitag, 26. Juni 2026

Der mainfränkische Muschelkalk und seine Ceratiten. Eine Einführung für Fossiliensammler.

Vortrag

Rainer Plaß
AK Geologie im NWV Würzburg e.V.

Der mainfränkische Muschelkalk und seine Ceratiten

Die bekannteste Gruppe unter den Fossilien des Muschelkalks sind die Ceratiten, enge Verwandte der Ammoniten der Jurazeit. Die Wurzel der Ceratiten lässt sich bis ins Perm zurückverfolgen. Ihre Blütezeit erreichten sie in der Trias. Im Verlauf der Fossilisation dieser Kopffüßer füllten sich ihre dünnschaligen Gehäuse mit Sediment. So entstanden Steinkerne, deren charakteristischen Gehäusemerkmale (Lobenlinien) zur Artbestimmung herangezogen werden. Durch ihre Zuordnung zu bestimmten stratigraphischen Schichten wurden Ceratiten zu den wichtigsten Leitfossilien des Oberen Muschelkalks. Im Vortrag wird zunächst erklärt, was man eigentlich unter Muschelkalk versteht und warum das Maindreieck für diese Gesteinsgruppe so beispielhaft ist. Im zweiten Teil werden Merkmale und Formenvielfalt der Ceratiten auch am Beispiel von im Original ausgestellten Steinkernen aus der umfangreichen Sammlung des Referenten vorgestellt.

19.30 Uhr, Umweltstation der Stadt Würzburg, Nigglweg 5
Unkostenbeitrag 3 Euro. Mitglieder, Schüler, Azubis und Studierende haben freien Eintritt.

Foto: Welsh Black-Rind bei Röttingen
Foto: Christiane Brandt

Samstag, 18. Juli 2026

Wanderung zum Röttinger Beweidungsprojekt mit Welsh Black-Rindern

Exkursion

Christiane Brandt
Gebietsbetreuerin Muschelkalk, Landschaftspflegeverband Würzburg

Exkursion zum Röttinger Beweidungsprojekt mit Welsh Black-Rindern

Die Trockenhänge rund um Röttingen wie der Fellberg gehören zum europaweit geschützten Flora-Fauna-Habitat-Gebiet „Tauber- und Gollachtal bei Bieberehren“. Zum Großteil handelt es sich hier um aufgelassene Weinberge, die sich mittlerweile zu artenreichen Magerrasen und „Extensiv“-Grünland entwickelt haben. Zahlreiche Lesesteinriegel und Trockenmauern zeugen von der früheren Weinbergskultur. Heute bieten sie Lebensraum für viele wärmeliebende Arten wie Schlingnatter und Zauneidechse. Eine besondere Rinderrasse, die Welsh Black, hält diese Flächen offen, so dass Raritäten wie Orchideen, Küchenschelle, Wiesen-Salbei und Margerite blühen und gedeihen. Eine naturnahe Beweidung, wie hier von Hannes Ort betrieben, gilt als Schlüsselfaktor für die Förderung der Artenvielfalt in unserer Landschaft. Landwirt Ort wird nach Möglichkeit von seiner Arbeit erzählen und Kostproben von der Weide anbieten. Lassen Sie uns so auch gemeinsam das Internationale Hirten- und Weidenjahr 2026 feiern!

Treffpunkt Würzburg: Nordwestl. Ecke des Dallenberg-Parkplatzes, 8.45 Uhr (Bildung von Fahrgemeinschaften), (Landkarte)
Treffpunkt vor Ort: Ortsausgang Lindenweg in Röttingen (nach Lindenweg 22), 9.30 Uhr (Landkarte)
Unkostenbeitrag 3 Euro. Mitglieder, Schüler, Azubis und Studierende haben freien Eintritt.

Foto:
Foto: Erik T. Frank

Freitag, 31. Juli 2026

Wundbehandlung im Tierreich: Wie Ameisen und Schimpansen ihre Wunden versorgen

Vortrag

Dr. Eric T. Frank
Biozentrum der Uni Würzburg
Lehrstuhl für Tierökologie und Tropenbiologie

Wundbehandlung im Tierreich: Wie Ameisen und Schimpansen ihre Wunden versorgen

Verletzungen gehören zum Alltag im Tierreich – doch bei manchen Arten bedeuten sie nicht zwangsläufig den Tod. Dr. Frank berichtet, dass Tiere erstaunliche Verhaltensweisen zur Behandlung von Wunden und Infektionen entwickelt haben. Diese Strategien geben Einblick in die Evolution von Fürsorge und Kooperation.

Manche Ameisenarten behandeln verletzte Artgenossen mit antimikrobiellen Sekreten aus einer speziellen Drüse. Andere amputieren infizierte Beine von Arbeiterinnen durch gezielte Bisse an der Beinbasis und retten so Leben.

Insekten sind aber nicht nur gute Ärzte, sie sind manchmal auch die Medizin! Die Forschungsgruppe konnte beobachten, wie wildlebende Schimpansen in Gabun gezielt Insekten fangen und sie auf offene Wunden auftragen.

Diese Beobachtungen zeigen, dass Wundbehandlung sich in ganz unterschiedlichen Tiergruppen unabhängig voneinander entwickelt hat. Die Fähigkeit, sich selbst oder andere bei Verletzungen zu pflegen, ist wahrscheinlich weit verbreiteter – und evolutionär bedeutsamer – als bislang angenommen.

19.30 Uhr, Umweltstation der Stadt Würzburg, Nigglweg 5
Unkostenbeitrag 3 Euro. Mitglieder, Schüler, Azubis und Studierende haben freien Eintritt.


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